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21.05.1999 - 19.06.1999, Karlsruhe

Jonathan Monk

Meine Onkel

 

Die Installation „Meine Onkel" von Jonathan Monk in unserer Galerie ist eine sehr subjektive Visualisierung von Erinnerung. Die Onkel Sydney, Stanley und Sonny, denen sich der Künstler verbunden fühlt, werden in Form von Objekten und Fotografien im Galerieraum vergegenwärtigt und erweisen sich als der Versuch einer Identitätsfindung.
Dargestellt werden jeweils der Beruf und die Lieblingsbeschäftigung eines Onkels und so geben im Falle von Onkel Sydney die Bullaugen eine Vorstellung von seinem langjährigen Arbeitsplatz bei der Navy, während der dahinter zu sehende Film seinen ihm liebsten Zeitvertreib andeutet - fernsehen. Die Jazzmusik verweist auf die Neigung von Onkel Sonny, die Hütte des Hundes Monty hingegen auf die handwerkliche Lieblingsbeschäftigung von Onkel Stanley.

Der Versuch Kunst als eine Ordnung aus Objekten und Fotografien zu verstehen und die Einsicht, daß nur das Zusammenkommen der Elemente eine vermeintliche objektive Darstellung ermöglicht, ist den Strategien der konzeptuellen Kunst entlehnt. Dabei lassen die zu Medien gewordenen Dokumente an eine Deklarationsmöglichkeit der Kunst in der Ausstellung denken, wobei die Ironie, die der Installation innewohnt, eine Mystifizierung der Kunst nicht zuläßt. Viel eher scheint sich Jonathan Monk über den vermeintlichen Genius des Künstlers und seine angenommene Autorität hinwegzusetzen.

 

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Installationview Meyer Riegger
Galerie


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