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30.05.1998 - 27.06.1998, Karlsruhe
Für seine Ausstellung in unserer Galerie hat Daniel Roth eine Installation realisiert. Ausgangspunkt ist die Vorstellung, die Fünftälerstadt Schramberg im Schwarzwald mit Beton auszugießen. Die Arbeit versucht einen Blick auf diese imaginäre Landschaft einzufangen, bei dem man von einem erhöhten Standpunkt auf die entstandene Fläche schauen würde, wie beispielsweise auf einen See. Dieser Imagination folgend gelangt man von den umliegenden Bergen über Gänge unter die Betonoberfläche in Räume einiger ausgesuchter Häuser. Diese Gänge wurden künstlich geschaffen, d. h. sie sind nachträglich in den Beton gebohrt.
Dadurch ergeben sich neue Wege. Beispielsweise betritt man einen Raum durch die Rückwand eines Schranks, da Türen und Fenster von Beton umschlossen sind. Die Reise unter die Betonoberfläche führt in einen erfundenen Raum in dem Steine gezüchtet werden. Dieser wird von verschieden Einbauten und einer Wandzeichnung skizziert, von welcher man den Raum durch einen Vorhang verläßt.
In seinen bisherigen Arbeiten hat Daniel Roth immer wieder von der Realität ausgehende, ins fiktional mündende, Arbeiten entworfen. In den so entstandenen Installationen hat er eine eigene Formensprache entwickelt, die sich an kein festes Medium binden läßt. Gemeinsam ist ihnen, daß sie meist plastisch sind, bzw. auf spezielle Räume hin konstruiert wurden. Neben den plastischen Arbeiten entstehen seit einigen Jahren auch Zeichnungen. Diese zeigen Außen- und Innenansichten, deren Orte auf unsichtbare Weise miteinander verbunden sind (wie z.B. über Ausgänge, Falltüren oder Seilbahnen).
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Installationview
Meyer Riegger Galerie